Der 8. Mai 1945 – Befreiung, Bestrafung oder ein Ende mit Schrecken?

Ein deutsches Wahrzeichen, das Brandenburger Tor in Krieg und FriedenWer heute den 8. Mai 1945 als Tag der Befreiung tituliert und historische Vorgänge dabei aus ideologischen Gründen verschweigt, missachtet das millionenfache Schicksal von zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion verschleppter Deutscher, aus ihrer angestammten Heimat vertriebener oder ermordeter Deutscher, der Menschen, die Plünderungen, Misshandlungen und Demütigungen ausgesetzt waren.

Die militärische Kapitulation der deutschen Wehrmacht bedeutete für diese Menschen nicht die Befreiung, sondern das bedingungslose Ausgeliefert sein in ein Schicksal, das Unfreiheit und Unterdrückung bedeutete. Wer den Blutzoll der Juden in diesem Krieg zu Recht beklagt, der darf aber den Blutzoll der deutschen Vertriebenen nicht verschweigen.

Bis 1950 hatten etwa 12 - 15 Millionen Deutsche ihre Heimat in den Ostgebieten, aus Schlesien und den Sudeten sowie anderen Gebieten zu verlassen.

Nach der Volkszählung im Jahre 1970 lebten in der BRD etwa 11,2 Millionen Vertriebene sowie etwa 3,6 Millionen „Umsiedler” in der DDR. Das ergibt einen Anteil von mehr als 25 % an Vertriebenen und Flüchtlingen an der deutschen Gesamtbevölkerung. Dazu kommen lt. Statistischem Bundesamt mehr als 2,25 Millionen Deutscher, die bei Flucht und Vertreibung umgekommen waren. Die genauen Zahlen lassen sich hier wohl nicht mehr ermitteln.

In einem Tagesbefehl des Oberbefehlshaber Marschall Schukows hieß es: Sowjetsoldat, räche dich ! Verhalte dich so, dass der Einbruch unserer Armeen nicht nur den heutigen Deutschen, sondern auch ihren fernen Enkeln in Erinnerung bleibt! Denke daran, dass alles, was die deutschen Untermenschen besitzen, dir gehört ! Sowjetsoldat, habe kein Mitleid im Herzen!” Blutrünstige Aufrufe sind auch von den Tschechen bekannt.

Derartige Aufrufe gegen die Menschlichkeit und für Völkermord blieben bis heute ungesühnt. Auf die Anklagebank setzten die Sieger von 1945 nur die Besiegten. Die „Umerziehung” hat ihr Ziel erreicht, selbst heute noch wagen es viele Politiker kaum, das Unrecht der Menschenrechtsverletzungen in der Zeit vor und nach 1945 in seinem vollen Umfang beim Namen zu nennen.

In die Betrachtung der Ausgangslage gehört keineswegs allein die Erwähnung des Unrechtes von der Ausrottung des Deutschtums und die Vertreibung der Deutschen aus ihrer angestammten Heimat im Osten, sondern ebenso die Bitterkeit des hoffnungslos scheinenden Lebensabschnittes im neuen Aufnahmegebiet. Hier trafen sie auf eine zerstörte Infrastruktur, zerbombte Städte, von Evakuierten und Flüchtenden überbelegte Dörfer und chaotische Verwaltungsanfänge unter Besatzungsrecht, riesengroße Wohnungsnot. 

Am 08. Mai 1985, zum 40. Jahrestag des Kriegsendes deutete der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker dieses Datum, wie bereits Jahrzehnte vorher die von Moskau abhängigen Machthaber in der DDR, diesen Tag als den Tag der Befreiung. Seitdem wird diese Aussage von Politikern und Medien nachgeplappert und damit die historische Wirklichkeit verschleiert.

"Befreier" waren die drei alliierten Siegermächte USA, Großbritannien und Sowjetunion.
Befreit wurden tatsächlich die in Deutschland und in den von deutschen besetzten Gebieten Verfolgten und insbesondere erhielten die Insassen von Konzentrationslagern ihre persönliche Freiheit. Doch für die allermeisten damaligen Deutschen bedeutete dieser Tag – trotz des ersehnten Endes des schrecklichen Krieges den Beginn einer großen Katastrophe:

  •  12 Millionen Soldaten gerieten – oft für viele Jahre – in Gefangenschaft
  • 3 Millionen Gefangene überlebten die alliierten Lager nicht
  • Hunderttausende Zivilisten wurden zur Zwangsarbeit verschleppt
  • 15 Millionen Menschen verloren Heimat und Besitz
  • Ca. 2,5 Millionen Menschen kamen bei der Vertreibung ums Leben
  • Hunderttausende Zivilisten starben an der auferlegten Hungersnot
  • 240.000 Frauen überlebten ihre Vergewaltigungen nicht
  • Deutschland verlor ein Drittel seines Siedlungsgebietes
  • Das Reich wurde zerschlagen und zerstückelt, das Land über Jahrzehnte besetzt
  • Zahllose Demontage von Industrie-, Bergwerks- und Schienenanlagen
  • Raub deutschen Kulturgutes.


Den Deutschen wurde und wird heute immer noch eingehämmert, dass deutsche Truppen im Osten Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung verübt haben, aber gleichzeitig wird schamhaft verschwiegen, welche Verbrechen gegen die deutsche Bevölkerung von anderen begangen worden sind – insb. von Angloamerikanern, Briten und besonders schlimm von Sowjets.

Die britische Zeitung Sunday Correspondent ließ keinen Zweifel an dem wahren Kriegsgrund der Briten: „Wir sind 1939 nicht in den Krieg eingetreten, um Deutschland vor Hitler oder die Juden vor Auschwitz oder den Kontinent vor dem Faschismus zu retten, sondern weil wir die deutsche Vorherrschaft in Europa nicht akzeptieren konnten” (zitiert nach der FAZ vom 17.09. 1989).

Für die Amerikaner galt die am 21. 05. 1945 von der US-Regierung herausgegebene streng geheime Direktive Nr. 1067 als offizielle Grundlage ihrer Besatzungspolitik: „Deutschland wird nicht besetzt zum Zwecke seiner Befreiung, sondern als besiegter Feindstaat”.

Von Befreiern war keine Rede. Diese Behauptung zu erfinden blieb Weizsäcker überlassen.

Eine Unterscheidung zwischen dem deutschen Volk, das hätte befreit werden sollen, und dem NS-Staatsorgan, das hätte bestraft werden müssen, war den Siegern 1945 fremd. Die „Befreier” kamen als Eroberer und wollten in erster Linie die Großmacht Deutschland ausschalten.

Hohn spricht auch aus der Äußerung der Bundeskanzlerin Angela Merkel im Jahre 2010 anlässlich der Siegesparade in Moskau, als sie von einer „Befreiung” Deutschlands durch die Sowjetarmee sprach.

Wer heute der Sowjetunion im Jahre 1945 eine „Befreiung” andichtet, verschweigt die auf totale Vernichtung angelegten Kriegsziele wie Bestrafung aller Deutschen, Gebietsabtretungen mit Vertreibungen; Verschleppung zur Sklavenarbeit, Demontage von Industrie-, Bergwerks- und Schienenanlagen; Raub deutschen Kulturgutes, Deutscher Erfindungen und Patente.

Darum sollte die Deutung des 8. Mai 1945 das Theodor-Heuß-Wort beinhalten: „Wir waren erlöst und vernichtet zugleich”.

Alle anderen Deutungen machen sich einer Geschichtslüge schuldig. Von einer Befreiung des deutschen Volkes als Ganzes kann wahrlich nicht gesprochen werden. 
 

Autor: Hans-Joachim Speckmann

(unter Hinzuziehung und Auszügen aus dem Werk „Wahrheitssuche in Geschichte und Politik" von Dr. Sieghard Rost, ISBN 978-3—931070-56-4, Der Große Wendig „Richtigstellungen zur Geschichte" von Rolf Kosiek und Olaf Rose, ISBN 978-3-87847-2130-8 sowie „Schreckliche Ernte" - Der Nachkriegs-Krieg der Alliierten gegen das Deutsche Volk von Ralph Franklin Keeling, USA, ISBN 0-939484-40-4)