Es zog uns wieder in die Heimat

Tagesausflug nach Grünberg und Crossen des Kreisverbandes Eberswalde
Ein schöner Tag im Juli. Um 7.30 Uhr fuhr der polnische Bus auf dem Eberswalder Bahnhof vor. 43 Mitglieder und Freunde hatten sich eingefunden. Wir wurden vom polnischen Busfahrer und dem polnischen Reiseleiter freundlicht begrüßt. Schnell konnten wir unsere Sorge betreffs der Verständigung vergessen, denn der junge Reiseleiter, ein ehemaliger Germanistikstudent, sprach deutsch.

Ohne Verzögerung stiegen wir alle ein und schon ging es los, in Richtung Crossen. Gleich hinter der Grenze machten wir Halt, denn der Fahrer brauchte eine Pause von 20 Minuten.
Doch dann dauerte es nicht mehr lange, und wir hatten unseren ersten Zielort Crossen erreicht. Hier besichtigten wir den erhaltenen Teil des alten Schlosses. Das Schloss wurde 1945 zerstört und 4/5 der Anlage sind noch Ruinen.
Im Schlossinneren waren alte Gegenstände und Waffen aus vergangenen Jahrhunderten ausgestellt. Menschengroße Puppen trugen Kleider und vermittelten Eindrücke über Leben und Mode einer vergangenen Zeit. Im Geschoß höher wurden noch Waffen und Munition aus alter Zeit gezeigt. Im Keller präsentierte man uns dann Weine, natürlich aus neuer Zeit. Einige Reisende kosteten von diesen Köstlichkeiten.
Im dritten Gebäude befand sich ein großer Saal, der heute noch genutzt wird, so z.B. für Gemeindeversammlungen, wie es auch schon früher geschah.

Unser nächstes Ziel war Grünberg. Hier steuerten wir den Palmengarten an. Schon von weitem war der weit über die Stadt hinausragende Bau mit der Großen Glaskuppel zu sehen. Das Mittagessen nahmen wir hier ein. Das Erklimmen der vielen Stufen regte den Appetit an und wir bekamen großen Hunger.
Schloss in Crossen mit der Toreinfahrt 
Wir betraten das Gebäude, das uns großen Respekt abforderte. Inmitten von Palmen waren alle Tische weiß gedeckt und mit lila Servietten u. a. Gegenständen dekoriert. Einfach fürstlich.
Das Mittagessen klappte dank Frau Kolbergs Vorbereitung vorzüglich.
Nach dem Mittagessen fuhren wir mit dem Fahrstuhl nach oben in die Glaskuppel. Von hier aus hatten wir eine gute Sicht rund um Gründberg.
Unsere Fahrt ging weiter zum Schloss Carolath. Dort sollte uns eine Nachfahrin des letzten Deutschen Kaiser empfangen. Es muss früher eine große Schlossanlage gewesen sein, davon zeugen jetzt nur noch Ruinen. Alles war aufgeräumt. Ein Gebäude und die Kirche waren begehbar, aber geschlossen und kein Mensch zu sehen. Im kleinen Kiosk saß ein Mann neben der Verkäuferin; er war wohl als Wächter für die Schlossanlage eingesetzt. Wir aber kamen nicht hinein. Die Fahrt hier her war umsonst gewesen.

Auf der Heimreise steuerten wir ein nettes Cafe an. Wieder war eine festliche Tafel für uns gedeckt.
Kaffe und Kuchen schmeckten vorzüglich. Danach konnten wir unseren Bus besteigen und die Heimatreise antreten. Der Busfahrer hatte nach Wriezen, Freienwalde, Falkenberg, Eberswalde und Hohenwutzen alle Fahrgäste wohlbehalten nach Hause gebracht.

Martha – Maria Schulz