Berichte aus dem Bundesverband




Hartmut Saenger verstorben

Zum Tode von Hartmut Saenger erklärte die Präsidentin des Bundes der Vertriebene, Erika Steinbach MdB

Liebe Landsleute,
ich habe die traurige Aufgabe, Sie vom unerwarteten Tod unseres Freundes und Präsidialmitgliedes Hartmut Saenger zu unterrichten, der für uns überraschend und unerwartet am Freitag, den 22. November 2013 infolge einer schweren unheilbaren Krankheit verstarb.
Wir verlieren mit ihm einen geradlinigen Mitstreiter, einen verlässlichen Freund und klugen Berater, der sein Leben der Arbeit für die Heimatvertriebenen gewidmet hat.

Hartmut SaengerGeboren am 31. Dezember 1940 in Schönlanke im Netzekreis, Bezirk Schneidemühl, absolvierte er nach Flucht und Vertreibung in Bremen sein Abitur, diente von 1960 bis 1963 als Leutnant in der Bundeswehr und studierte danach Volkswirtschaft in Hamburg. Das Studium schloss er 1971 mit dem Staatsexamen zum Dipl. Volkswirt ab. Seit 1975 war er bis zur Pensionierung Geschäftsführer in der „Hessischen Akademie für Politik” mit Sitz in der Landesgeschäftsstelle der CDU Hessen in Wiesbaden. Von 1977 – 2006 war er Stadtverordneter (CDU) in Rosbach, Leiter verschiedener Ausschüsse und seit 2006 „Stadtältester”.
Hartmut Saenger war seit seiner Jugend aktiv bei der ostdeutschen Jugend und in der Studentenschaft. Er war Vorsitzender der Danzig-Westpreußischen Studenten (DWS), des Dachverbandes der Ostdeutschen Studenten (ODS) und Mitbegründer des Akademischen Freundeskreises Danzig-Westpreußen (AFDW).


Seit September 2007 war er Bundesvorsitzender und Sprecher der Pommerschen Landsmannschaft und wurde 2008 ins Präsidium des Bundes der Vertriebenen gewählt. Er war Kuratoriumsvorsitzender der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen und außerdem in vielen Gremien an Stellen tätig, wo er viele Initiativen angeschoben und zum Erfolg geführt hat.

Insbesondere lag ihm die Verständigung zwischen Menschen aus Deutschland und denen aus den Nachbarländern am Herzen: Seit 1991 führte er über hundert verständigungspolitische Fahrten in die Heimatgebiete der vertriebenen Deutschen vor allem nach Polen und Tschechien durch. In Bildungseinrichtungen, Netzwerken und Stiftungen war er kreativer Ideenträger.
Sein Tod ist ein großer Verlust nicht nur für die Pommersche Landsmannschaft, sondern auch für den Bund der Vertriebenen.
Wir werden ihn unter uns vermissen.
Die Beisetzung fand am Freitag, den 29. November 2013 auf dem Friedhof Bergstraße, 61191 Rosbach v.d.H. (Ober-Rosbach) statt.

Mit freundlichen Grüßen
Erika Steinbach MdB