Leserbriefe




Leserbrief von Bernd Dauskardt - Volkspädagogik statt Kriegsgräberfürsorge?

Die Mitgliedschaft im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ruht nach wie vor auf den Schultern der Kriegsgeneration: Alte Soldaten, Kriegerwitwen und deren Kinder. Der Volksbund muss sehr aufpassen, dass ihm die letzten Getreuen nicht weglaufen. Mit der Übernahme der Präsidentschaft durch den Pastor und SPD-Politiker Markus Meckel im vergangenen Jahr scheint der Trend zum Verlassen der ureigensten Aufgabe weiterzugehen.

In einer Ausgabe der PAZ fand ich einen Artikel, in dem sich der Autor Jochen Arp unter der Überschrift „Kräftig jenseits des früheren Auftrags” kritisch mit dem Volksbund auseinandergesetzt hatte. So weist er nach, dass mit der Herausgabe der Schrift „Handreichung für den Unterricht” den Schülern erzählt wurde, dass die Deutschen nur deshalb vertrieben worden seien, weil der Flucht und Vertreibung aus den Ostgebieten nationalsozialistische Verbrechen vorausgegangen sind.

Tatsache ist, dass Polen und Tschechen die Vertreibung der Deutschen schon vor Kriegsbeginn beschlossen hatten. Ich habe an fast allen Kriegsgräbereinweihungen in Nordostpreußen teilgenommen, so in Königsberg, Heiligenbeil, Pillau, Pillkallen/Schlossberg, Insterburg und Memel. Was ich da zum Teil von Repräsentanten des Volksbundes bei ihren Reden zur Kenntnis nehmen musste, hat meiner Sympathie für den Volksbund völlig den Rest gegeben.